RIO – The Rhythm Is Ours!

Projektträger: Musikschule Horrenberg-Dielheim e.V.
Projektkoordinatoren: Hansjörg Widmer, Hans Walter
Projektlaufzeit Januar bis Juli 2009

Ein Projekt im Rahmen von KOMET 2
– Kompetenz- und Erfolgstrainings für Jugendliche –
einem Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg

Kooperationspartner:
Gemeinde Dielheim
Leimbachtalschule Dielheim
Hand-in-Hand e.V. Karlsruhe
Escola de Samba „Sambanditos“ Mosbach/Obrigheim
Dance-Factory Frankenthal

Die Idee zu RIO entstand während der ersten Zusammenarbeit zwischen der TanzAG der Leimbachtalschule und Musikern der Musikschule anlässlich der Schultanzbegegnung 2008 im Palatin Wiesloch.
Schülerinnen der Leimbachtalschule hatten in Eigenregie unter Leitung von Anika Wöhr und Madeleine Kiral eine Hip-Hop-Choreografie erarbeitet und einstudiert.
Die zum Auftritt im Rahmen der Schultanzbegegnung notwendige Livemusik steuerten junge Musiker der Musikschule unter Leitung von Bernd Öhlenschläger bei.

Die Projektidee „RIO – The Rhythm Is Ours“ wurde bei der Landestiftung Baden-Württemberg bzw. ihrem Programm „KOMET2“ eingereicht und im November 2008 angenommen:
RIO nahm im Januar 2009 die Arbeit auf und wurde von der Landesstiftung Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Mit dieser Unterstützung wurden folgende Maßnahmen möglich gemacht:

RIO stellte den Tänzerinnen ab Januar 2009 mit Corinne Krauser von der Dance-Factory Frankenthal eine erfahrene Choreografin und Tanzlehrerin zur Seite, die bei der Erarbeitung einer neuen Choreografie als Beraterin und Trainerin zur Verfügung stand.
Neben dem wöchentlichen Training, das die Tänzerinnen wieder selbst organisierten, hatte sie mit den Tänzerinnen regelmässige Workshops druchgeführt.

Parallel dazu entstand unter Leitung von Bernd Öhlenschläger und Tobias Barginde (Leiter der Escola de Samba „Sambanditos“) eine Percussiongruppe aus Schülern der Haupt- und Werkrealschule Dielheim.
Auch diese Gruppe erhielt sowohl jede Woche Unterricht als auch regelmässige Wochenendworkshops.

Als „dritte Kolonne“ bearbeiteten Musiker der Musikschule unter Leitung von Bernd Öhlenschläger und Hansjörg Widmer die von den Tänzerinnen ausgewählte Musik und arangierten sie für eine große Livebesetzung um.

Ab Mai 2009 arbeiteen die drei Gruppen der Tänzer, Percussionisten und Musiker gemeinsam an ihrem Programm, um Tanz, Musik und Percussioneinlagen in einer großen Live-Performance zu einer Einheit zu verschmelzen.

Für den Sommer 2009 wurde „RIO – The Rhythm Is Ours“ bei verschiedenen Veranstaltungen und Wettbewerben in Baden-Württemberg vorgestellt, unter anderem bei „Das Fest“ in Karlsruhe, bei der Schultanzbegegnung 2009 Fellbach, sowie bei regionale Schul- und Sommerfeste.
 
 
RIO – Der finale Auftritt bei „Das Fest“
 
Nachricht von SWR-3 am 27.7.2009:
 
„Das Fest“ Karlsruhe mit Besucherrekord:
Das größte „Umsonst-und-draußen“-Festival in Süddeutschland hat am Wochenende etwa 400.000 Besucher nach Karlsruhe gelockt. Bei der dreitägigen Veranstaltung traten 290 Künstler auf.“

Tja, und 26 dieser Künstler kamen aus Dielheim!!!

RIO hatte seinen Abschlußauftritt beim „Fest“, am Sonntag pünktlich um 12:40 Uhr, auf der Zeltbühne, mittendrin, bei strahlendem Wetter, begeisterten Zuschauern und einem Bombensound.

Sonntagmorgen, 26.7., 9:30 Uhr, Leimbachtalschule:

Alles klappt wie am Schnürchen: der Bus ist überpünktlich, wie immer (Danke, lieber Eckart!!!), die Kids sind superpünktlich (Alle!! Auch Onu!! Wow!!:-), die Instrumente sind ratz-fatz verladen, 10 Minuten früher als geplant geht es los.
Als auf der A5 das Verkehrschaos losbricht ist RIO schon in Karlsruhe auf dem Festplatz angekommen, der Bus drängelt sich durch die strömenden Besuchermassen, neben dem Zelt wird ausgeladen.

Der Auftrittsort, die „Zeltbühne“, ist in einem runden Zirkuszelt von ca. 25m Durchmesser aufgebaut, die Zeltwände sind hochgerollt so dass frische Luft reinkann und das Publikum auch draussen etwas sehen und hören kann.

Die Bühnencrew ist unglaublich, das muss einfach erwähnt werden (je professioneller diese Leute sind, um so netter ist ihr Umgang mit unerfahrenen Künstlern – die Jungs waren so was von nett!!) der Soundcheck dauert keine 5 Minuten, keiner der Musiker hat sich jemals so gut auf der Bühne gehört wie an diesem Tag – da kommt die gute Laune von selbst und vertreibt das Lampenfieber.

Anika macht noch eine kurze Stellprobe – vor der Bühne, auf der Bühne ist kein Platz mehr, 17 Musiker müssen untergebracht werden, da tanzen die Mädels und Sandro – der leider einzige Tänzer der Gruppe, seine Alterskollegen trauen sich wohl leider nicht so recht – lieber in der Mitte des Zirkuszeltes , in der Manege.

Eine Stunde Wartezeit ist noch zu überbrücken – kein Problem auf diesem Gelände; die Tänzerinnen machen sich gleich auf, ziehen über den Platz um Werbung für ihren Auftritt zu machen, die Musiker machen sich’s in der Künstlerecke im Schatten mit einer Flasche Limo gemütlich, manche schauen den andern Gruppen beim Aufbauen zu.

Überpünktlich, 12:38, fangen die Musiker an zu trommeln während die Manege freigemacht wird und die Tänzerinnen und Tänzer ihre Plätze einnehmen – der letzte und grösste Auftritt des Projektes „RIO -The Rhythm Is Ours“.

Ein halbes Jahr lang haben die Mädchen und Jungen zwischen 12 und 17 Jahren an ihrem Auftritt gearbeitet und gefeilt, haben in den letzten beiden Wochen vor dem „Fest“ fast täglich geprobt um ihrer Performance, wie sie bereits in Fellbach und Dielheim zu sehen war, nochmals 8 weitere Minuten hinzuzufügen.

8 Minuten, das sind nochmals 3 Musikstücke plus Choreographie und ein zweites, diesmal längeres Percussionsolo der Trommler.
Und zur Belohnung für diese Riesenarbeit, die sich die Schüler der Leimbachtalschule da gemacht haben (bei einigen sind in dem halben Jahr mehr als 150 Stunden zusammengekommen) – klappt auch dieser letzte, grosse Auftritt – wie am Schnürchen.
Es gibt Zwischenapplaus und einen grossen begeisterten Schlussapplaus, Verbeugungen, verschwitzte, strahlende Gesichter und einen allerletzten grossen Percussion-Tusch – dann ist alles vorbei.

Das heisst, der Auftritt ist vorbei; die Bühne wird in Windeseile geleert, alle packen mit an damit die Nachfolger nicht warten müssen, alles wird in den Bus verpackt und dann beginnt der entspannte Teil des Tages:

Das grosse Festival ruft, die Kinder und Jugendlichen machen sich in kleinen Gruppen auf um den Platz zu erforschen, es gibt was zu futtern, viele Essensstände locken mit unterschiedlichsten Gerichten aus aller Herren Länder, die Sonne treibt alle zum Teich – Ruderboote!!!

Ab fünf Uhr trudeln die ersten erschöpften Kinder am Bus ein, zum Teil pitschnass, müde, von der Sonne gebraten, von den unendlich vielen Leuten erschlagen – aber glücklich.
Einige sind von ihren Eltern abgeholt worden, einige bleiben noch mit älteren Freunden auf dem Platz, um das Abendprogramm zu geniessen, für die meisten ist der Tag gelaufen.

Ein schöner Tag und ein wunderschöner Abschluss für alle Projektteilnehmer.

Für die Veranstalter bleibt noch, sich im Namen der Kinder zu bedanken:

Bei den Müttern, die mitgefahren sind und so den Nachmittag auf dem Fest überhaupt erst ermöglicht haben (25 Landpomeranzen unter 35 000 gleichzeitig anwesenden Festivalbesuchern zu beaufsichtigen wäre schlicht unmöglich gewesen), bei den beiden Musikern Bernd Öhlenschläger und Tobias Barginde, die alle Auftritte mitgetragen haben, bei den Musikern der Musikschule, die sich in kurzer Zeit das Repertoire erarbeitet haben um die Tänzer zu begleiten und bei Anika Wöhr und Madeleine Kiral, die wirklich mit Herzblut selbständig ein halbes Jahr lang die Proben geleitet und die Choreographien erarbeitet haben.

Ein besonderer Gruss an Madeleine, die in Karlsruhe nicht dabei sein konnte, weil sie am Abend vorher einen Verkehrsunfall hatte – wir wünschen Dir alle gute Besserung!!!!

Last but not Least seien die Vertreter der Landesstiftung Baden-Württemberg/Komet 2 erwähnt, die sich den Auftritt von RIO nicht entgehen liessen: Auch hier nochmals vielen Dank für die Unterstützung, die das ganze Projekt erst möglich gemacht hat.

Zur Fotogalerie „Das Fest“

Fotograf: Bernd Hentschel | Copyright: www.berndhentschel.de